Zahlungsdruck reduzieren und Liquidität sichern

Sie haben Probleme mit der Finanzierung und Liquidität Ihres Unternehmens? Sie können Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen oder es droht die Zahlungsunfähigkeit?

Die Experten-Tipps 

  1. Machen Sie sich auf Monatsbasis ein klares Bild von Ihrer finanziellen Situation – erstellen Sie einen Liquiditätsplan.
  2. Nehmen Sie (falls nötig) Kontakt mit Ihrem Bankbetreuer auf. Haben Sie um Stundungen angesucht, versuchen Sie die jetzt fällig werdenden Rückzahlungen auf die langfristig zu erwartende Liquiditätssituation abzustimmen.
    Falls Sie die planmäßige Rückzahlung von Krediten nicht mehr uneingeschränkt bedienen können, verhandeln Sie über eine Verlängerung der Laufzeit bei Reduzierung der laufenden Rate.: Beachten Sie, dass es – je nach Regelung im Kreditvertrag – zu Zinserhöhungen kommen kann.  
  3. Versuchen Sie bei Lieferanten eine Verlängerung des Zahlungsziels, bei Finanzamt, Gesundheitskasse und SVS eine Herabsetzung von Vorauszahlungen bzw. Lösungen für die Rückzahlung gestundeter Beträge zu vereinbaren. 
    Wichtig: Bewahren Sie den Überblick über alle Stundungen und    Zahlungsaufschübe und berücksichtigen Sie diese bei Ihrer Liquiditätsplanung.
  4. Förderangebote wurden zurückgenommen. Nehmen Sie bei Bedarf eine Beratung in Anspruch (Wirtschaftskammer, Unternehmensberater, Bilanzbuchhalter, Steuerberater) und erkundigen Sie sich, ob für Ihren Betrieb Fördermöglichkeiten bestehen.
  5. Beschleunigen Sie den Zufluss liquider Mittel durch rasche Rechnungslegung, kürzere Zahlungsziele an Ihre Kunden, Teilabrechnungen bei langfristigen Aufträgen können helfen, den Zufluss liquider Mittel zu beschleunigen. 
  6. Zeichnet sich eine langfristige Veränderung der Auslastung ab, reagieren Sie durch Anpassung der Personalkosten (Überarbeitung der Mitarbeiter-Einsatzpläne, Teilzeitangebote etc.).
  7. Überprüfen Sie Ihre Einkaufspolitik! Rechnen Sie mit höheren Einkaufspreisen und teilweise auftretenden Lieferengpässen. Berücksichtigen Sie die Liquiditätsbelastung, falls Sie einen Sicherheitsbestand an Waren aufbauen. 
  8. Erwarten Sie für die nächsten Monate einen generellen Anstieg der Betriebskosten, insbesondere in den Bereichen Energie und Transport. Berücksichtigen Sie diese Entwicklung in Ihrer Liquiditätsplanung!  
  9. Bei Miet- bzw. Pachtvereinbarungen kann es – je nach vertraglicher Reglung – zu einer (inflationsbedingten) Index-Anpassung kommen!
  10. Spielen Sie unterschiedliche Liquiditätsszenarien durch und halten Sie Alternativpläne (Plan B, C) bereit.
    Stellen Sie fest, wie lange Ihr Notfall-Budget (z.B. private Sparbücher, Einkommen aus anderen Tätigkeiten, Unterstützung seitens der Familie, von Bekannten) eine finanzielle Schieflage auffangen kann bzw. ab wann eine Aufgabe des Betriebes im Raum steht.
  11. Trotz der unerfreulichen Rahmenbedingungen – versuchen Sie Ihren Kunden und Mitarbeitern gegenüber eine der Situation angepasste, aber im Grundton optimistische Stimmung auszustrahlen!

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